Das CLP-Verfahren.
Collaborative Law and Practice in Frankfurt.

Trennungskonflikte oder Erbstreitigkeiten fair gestalten. Gemeinsam und in Ihrem Tempo.

Das CLP-Verfahren (Collaborative Law and Practice) gibt Ihnen und Ihrem Gegenüber als echte Alternative zum klassischen Rechtsstreit einen geschützten Rahmen, um Ihre Zukunft selbst zu regeln. Jede Seite hat eine eigene Anwältin oder einen eigenen Anwalt an der Seite, die oder der für dieses konsensuale Verfahren besonders geschult ist, und alle arbeiten auf eine gemeinsame Lösung hin.

  • Geschützter Rahmen, in dem jeder ausreden kann
  • Sie erarbeiten selbst eine Lösung, die auch in Zukunft trägt
  • Eigene anwaltliche Vertretung für beide Seiten
  • In Trennungs- und Scheidungskonstellationen kann auch die Stimme Ihrer Kinder Gehör finden

Eine Trennung ist selten leicht. 

Und doch wünschen sich viele Menschen, fair auseinanderzugehen: Wegen der Kinder, aus Respekt vor den gemeinsamen Jahren oder weil sie nicht als Gegner enden möchten.

Das gilt auch für Auseinandersetzungen im Erbrecht.

Wenn das auch Ihr Wunsch ist, ist das CLP-Verfahren einen Blick wert.

 

 

 

 

 

Was ist das CLP-Verfahren?

CLP steht für Collaborative Law and Practice. Gemeint sind Anwältinnen und Anwälte, die speziell darin ausgebildet sind, Trennungen und Familienkonflikte kooperativ zu lösen. 

Der Grundgedanke ist einfach: Sie und Ihr Gegenüber setzen sich mit Ihren speziell geschulten Anwälten an einen Tisch und arbeiten gemeinsam an einer Lösung, die für alle Beteiligten trägt. Es geht nicht darum, wer sich durchsetzt. Sondern herauszufinden, was für Ihre Familie funktioniert.

Auch bei Erbstreitigkeiten kann das CLP-Verfahren ein sinnvoller Weg sein. Es ermöglicht, neben den rechtlichen Fragen, etwa zu Erbengemeinschaft oder Pflichtteil, auch den persönlichen Wert von Immobilien, Unternehmen oder Erinnerungsstücken zu berücksichtigen.

Jede Seite hat ihren eigenen Anwalt

Ihre CLP-Anwältin oder Ihr CLP-Anwalt vertritt ausschließlich Ihre Interessen und begleitet Sie durch das gesamte Verfahren.

Offenheit statt Taktik

Alle Beteiligten legen die Informationen offen, die für eine faire Lösung nötig sind.

Verhandeln statt klagen

Solange das Verfahren läuft, wird nicht vor Gericht gezogen. Die ganze Energie fließt in die Lösung.

Ein verbindlicher Rahmen

Die Spielregeln halten alle in speziellen Mandatsaufträgen und in einem Arbeitsbündnis fest. Sollte am Ende doch eine gerichtliche Klärung nötig sein, scheiden die beteiligten Anwälte aus. Das schützt die vertrauensvolle Umgebung – und gibt allen einen guten Grund, das Ziel einer gemeinsamen Lösung im Blick zu behalten.

So läuft es ab

Fünf Schritte, die Sie in Ihrem eigenen Tempo gehen. Sie wissen jederzeit, wo Sie stehen und was als Nächstes kommt.

1.

Erstgespräch: Sie erzählen, wo Sie stehen

Wir sprechen in Ruhe über Ihre Situation, Ihre Sorgen und Ihre Ziele. Ich erkläre Ihnen das Verfahren und beantworte Ihre Fragen. Danach entscheiden Sie, ob dieser Weg zu Ihnen passt.

2.

Gemeinsam beginnen

Ihr Gegenüber wählt ebenfalls eine CLP-Anwältin oder einen CLP-Anwalt. Zum Auftakt unterzeichnen alle Beteiligten spezielle Mandatsaufträge und das Arbeitsbündnis: Sie legen fest, dass offen und fair verhandelt wird und dass niemand während des Verfahrens vor Gericht zieht.

3.

Anliegen sammeln

Zuerst bereiten Sie sich mit mir vor. In den ersten gemeinsamen Gesprächen geht es nicht um Forderungen, sondern darum, was Ihnen beiden wirklich wichtig ist: das Zuhause, die Kinder, die finanzielle Sicherheit, die Altersvorsorge.

4.

Lösungen entwickeln

In Gesprächen zu viert werden Möglichkeiten gesammelt, geprüft und abgewogen. Wenn es hilft, ziehen Sie neutrale Fachleute hinzu, etwa für Steuer-, Immobilien- oder Finanzfragen. Für die Stimme Ihrer Kinder kann eine spezialisierte Fachkraft für das Kind hinzugezogen werden. Bei emotionalen Blockaden kann ein spezialisierter Coach kurzzeitig unterstützen. Wie schnell Sie vorankommen, bestimmen Sie gemeinsam.

5.

Ergebnis festhalten

Ihre Lösung wird rechtssicher schriftlich festgehalten und, wo das Gesetz es verlangt, notariell beurkundet. Die Ehe selbst scheidet in Deutschland immer das Familiengericht. Die Folgen der Trennung haben Sie dann bereits gemeinsam geregelt.

Was das Verfahren Ihnen bieten kann

Sie behalten die Regie

Statt eine Entscheidung von außen zu erhalten, gestalten Sie die Lösung selbst und entscheiden gemeinsam, was zu Ihrem Leben passt.

Ihr Anwalt steht an Ihrer Seite

Er achtet darauf, dass Sie alle Möglichkeiten und deren Folgen kennen, und unterstützt Sie in den Gesprächen.

Ein geschützter Rahmen

Das CLP-Verfahren gibt jeder Seite Raum, zuzuhören und gehört zu werden. Klare Gesprächsregeln, auf deren Einhaltung die beteiligten CLP-Anwälte achten, unterstützen das.

Die Kinder im Blick

Eltern bleiben Eltern, auch nach der Trennung. Das Verfahren unterstützt Sie dabei, tragfähige Regelungen für Betreuung und Umgang zu finden. In Familien mit Kindern kann eine speziell geschulte Fachkraft ein Kinderinterview führen, in dem die Kinder altersgemäß ihre Sicht schildern. So erhalten Eltern Orientierung, und die Kinder werden beteiligt, ohne in den Konflikt hineingezogen zu werden. Auch volljährige Kinder können auf diese Weise einbezogen werden.

Ihr Tempo

Sie richten sich nicht nach Gerichtsterminen, sondern nach dem, was Sie beide brauchen. Termine stimmen Sie gemeinsam ab.

Lösungen nach Maß

Innerhalb der gesetzlichen Grenzen können Sie Regelungen finden, die zu Ihrer Familie und Ihrer Lebenssituation passen.

Ist das der richtige Weg für Sie?

Das Verfahren lebt davon, dass beide Seiten mitgehen. Deshalb sage ich Ihnen ehrlich, wann es passt und wann eher nicht.

Es passt gut, wenn …

  • beide Seiten ein Gespräch auf Augenhöhe führen möchten
  • Ihnen ein respektvoller Umgang für die Zukunft wichtig ist, etwa als Eltern
  • Sie bereit sind, relevante Informationen offen zu teilen
  • Sie eine tragfähige Lösung suchen und nicht darauf aus sind, Recht zu behalten

Es passt nicht, wenn …

  • Gewalt, Bedrohung oder ein starkes Machtgefälle eine große Rolle spielen
  • eine Seite nicht freiwillig teilnimmt
  • eine gerichtliche Klärung ausdrücklich gewünscht oder notwendig ist

Manchmal ist der Gang zum Gericht der richtige Weg. Auch dafür bin ich für Sie da. Im Erstgespräch finden wir gemeinsam heraus, welcher Weg zu Ihrer Situation passt.

Häufige Fragen

Sie haben noch eine andere Frage? Fragen Sie mich gern im Erstgespräch.

Muss ich mich schon zur Trennung entschieden haben?

Nein. Das Erstgespräch ist ergebnisoffen. Sie können sich zunächst nur informieren und danach in Ruhe entscheiden, ob und wie Sie weitergehen möchten.

Braucht mein Gegenüber ebenfalls einen CLP-Anwalt?

Ja. Beide Seiten werden von eigenen, in Collaborative Law and Practice ausgebildeten Anwältinnen oder Anwälten begleitet. Im Erstgespräch klären wir, wie Sie Ihr Gegenüber auf das Verfahren ansprechen können und wie Sie eine passende Kollegin oder einen passenden Kollegen finden.

Was passiert, wenn wir uns nicht einigen?

Dann endet das CLP-Verfahren. Die beteiligten Anwälte dürfen Sie in einem anschließenden Gerichtsverfahren nicht vertreten, Sie beauftragen dann neue Anwälte. Diese Regel ist gewollt: Sie sorgt dafür, dass alle Beteiligten ein echtes Interesse an einer Lösung am Verhandlungstisch haben und allein dem Konsens verpflichtet sind.

Dass ein CLP-Verfahren ohne Einigung endet, ist daher erfahrungsgemäß selten. Und selbst wenn, ist in einem CLP-Verfahren in rechtlicher Hinsicht alles genauso gründlich vorbereitet wie bei der üblichen außergerichtlichen Auseinandersetzung durch Anwaltsschreiben. Die Informationen aus dem CLP-Verfahren können daher im Regelfall ohne weitere außergerichtliche Schritte im gerichtlichen Verfahren verwendet werden.

Was ist der Unterschied zur Mediation?

Ein CLP-Verfahren ist gerade keine Mediation. In der Mediation begleitet eine neutrale Person das Gespräch, berät aber niemanden rechtlich. Im CLP-Verfahren dagegen hat jede Seite eine eigene Anwältin oder einen eigenen Anwalt, die oder der ausschließlich ihre Interessen vertritt und rechtlich berät, und alle arbeiten zugleich auf eine einvernehmliche Lösung hin. Eine zusätzliche Person, die als Mediator auftritt, gibt es nicht.

Wird die Scheidung dadurch überflüssig?

Nein. In Deutschland kann eine Ehe nur durch das Familiengericht geschieden werden. Im CLP-Verfahren regeln Sie die Folgen, zum Beispiel Unterhalt, Vermögen, Wohnung und den Umgang mit den Kindern. Das Gericht muss dann meist nur noch die Scheidung selbst aussprechen.

Ist das Verfahren nur etwas für Ehepaare?

Nein. Das Verfahren ist nicht an die Ehe gebunden. Auch unverheiratete Paare mit gemeinsamen Kindern oder gemeinsamem Vermögen können es nutzen. Je nach Fall kann der kooperative Ansatz außerdem bei erbrechtlichen Fragen passen, etwa in einer Erbengemeinschaft. 

Wie lange dauert das Verfahren, und was kostet es?

Das lässt sich nicht pauschal sagen, denn beides hängt davon ab, wie viele Gespräche nötig sind, wie komplex Ihre Situation ist und ob neutrale Fachleute hinzugezogen werden. Das Tempo bestimmen Sie gemeinsam. Über die Kosten spreche ich mit Ihnen im Erstgespräch offen, damit Sie wissen, womit Sie rechnen können.

Das CLP-Verfahren kann aber dazu führen, dass es deutlich schneller als ein Gerichtsverfahren abgeschlossen ist. Endet es mit der erwünschten Einigung, entfallen auch Folgekosten für Anwälte, Gerichte und Gutachter im gerichtlichen Verfahren oder Rechtsstreit.

Kontakt – Ihr CLP-Anwalt in Frankfurt am Main

Als Rechtsanwalt und Fachanwalt begleite ich Menschen in einer der herausforderndsten Phasen ihres Lebens. Das CLP-Verfahren ist für mich ein Weg, das zugewandt und klar zu tun, mit dem Ziel, dass Sie am Ende sagen können: Wir haben das anständig gelöst.

In einem Erstberatungsgespräch schlage ich das CLP-Verfahren vor, wenn sich Ihre Situation meiner Erfahrung nach hierfür eignen könnte – und selbstverständlich können auch Sie mich ansprechen! Wir klären dann gemeinsam die notwendigen Schritte und Voraussetzungen.

Gerne kann ich eine Empfehlung für eine Kollegin oder einen Kollegen aussprechen, die oder der im CLP-Verfahren geschult ist und an den sich Ihr Gegenüber wenden kann.

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